Bürgerforum
zum Biomassekraftwerk am 18.Mai 2001
Zu Beginn der Diskussion wurden durch
Herrn Carmesin nochmals die Bilder aus Ospitale di
Cdore, Italien, einem ähnlichen Kraftwerk gezeigt und dann
die 17. Punkte (Forderungen) des Rates an den zukünftigen Betreiber
des Kraftwerkes erläutert.
"Alles wäre noch nicht endgültig
entschieden" hieß es von den Moderatoren immer wieder. Diese Aussage
wurde allerdings dann in der anschließenden Diskussion nicht deutlich
- im Gegenteil, man gewann den Eindruck dass es kein Zurück mehr gibt.
Die RWE, der Stromversorger hätte schon seine Zustimmung zur Einspeisung
des Stromes (20 MW) gegeben, so sagte es Dr. Lichtmann und anwesende Ratsmitglieder
waren fest von der 90-Mio.-Investition überzeugt. Auch das in der
Ratsitzung am 15. Febr. von Bürgermeister B. Halbe vorsichtig angesprochene:
... und "Nachteile für
Bad Fredeburg sind nicht ganz ausgeschlossen" wurde
jetzt nicht mehr erwähnt.
Viele Fragen wurden gestellt - und
leider vielfach nur geschickt ausweichend beantwortet.
Auf die Frage "Warum alles so
schnell entschieden worden ist" antwortete Bürgermeister B. Halbe:
Für einen Investor muß sofort entschieden werden und bei keiner
anderen Sache hätte er so viel öffentlich gemacht wie hier. Diese
Antwort war ein voller Lacherfolg im Publikum.
Auch die Frage nach den Vorteilen für die Bürger konnte nur bruchstückweise erläutern werden: Erwähnt wurde von Dr. Lichtmann, dass 99% der Bürger für regenerative Energie seien. Ökologische Stromerzeugung sähe man positiv. Dazu kamen allgemeine Aussagen, wie z. B. die Wirtschaft mit Holz stärken (Schnittpunkt Holzwirtschaft) und Investitionen. Es gäbe auch ca. 25 Dauerarbeitsplätze und 5 Arbeitsplätze für die Instandhaltung der Anlage. (Hinweis: Diese Arbeitsplätze würden natürlich auch von anderen Firmen auf dem gleiche Gelände geschaffen, sind also kein zusätzlicher Vorteil).
Bei der Frage nach der Größe dieser Anlage wurde deutlich gesagt, dass nur ein Kraftwerk dieser Größe (hier 20 MW) wirtschaftlich betrieben werden könne. Ca. 5-6 Pfg. würden für die Investitionen anfallen, 5-6 Pfg. für den Betrieb (z. B. Arbeitskräfte) und ca. 5 Pfg. für Brennstoffkosten (Holzhackschnitzel). Von der RWE wird eine Einspeisevergütung von ca. 17 Pfg/kWh erstattet.
Die Frage nach den Emissionen,
und deren Grenzwerte war eines der immer wieder auftauchenden Themen.
Die Darstellung der Abgaswerte auf
einem Blatt, die vom Bürgerforum am Eingang verteilt wurde, waren
bisher nicht bekannt und auch nicht von der Fa. Babcock veröffentlicht
worden. Herr Dr. Lichtmann bestätigte im wesentlichen diese Werte
und erklärte, dass sich die Betreiberfirma freiwillig an die niedrigen
Werte der BImSch 17 halten werde. Die Genehmigung der Großanlage
erfolge jedoch nach der BImSch 13. Er sei sich sicher, dass es dadurch
keine Beeinträchtigung der Luftgüte vor Ort gäbe.
Ein Vorschlag eines Bürgers,
vertraglich festzulegen, dass wenn die Grenzwerte überschritten werden,
das Kraftwerk stillzulegen ist wurde jedoch von den Moderatoren nicht weiter
aufgenommen und blieb unbeantwortet.
Weitere Hinweise:
Herr Carmesin zum Schluß:
Wir sind auf dem Weg zur endgültigen Entscheidung. Die hier angesprochenen
Aspekte werden aufgenommen.
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Die 17 Punkte - als PDF-Datei (7 KB) 21.
6.2001 Die
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Erneuerbare-Energie-Gesetz - EEG als PDF-Datei (80 KB) Berichte zur Bürgerversammlung in Brilon-Wald Biomassekraftwerk - Die Seite von Babcock Borsig-Power |